Charlotte Thomas im Interview mit PagePlace

 

 

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2011 – Das Erbe der Braumeisterin
2011 – Die Liebenden von San Marco
2008 – Die Madonna von Murano
2006 – Die Lagune des Löwen
2006 – Das Mädchen aus Mantua
2006 – Der König der Komödianten
2006 – Zeitenzauber
2006 – Beiß mich
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Biografie von Charlotte Thomas

Charlotte Thomas ist eines der Pseudonyme der deutschen Schriftstellerin Eva Völler. Charlotte Thomas wird 1956 in Velbert bei Wuppertal geboren, wo sie aufwächst und 1975 ihr Abitur macht. Von 1975 bis 1982 studiert sie in Frankfurt am Main Philosophie und Rechtswissenschaften. Nach dem Rechtsreferendariat und dem zweiten juristischen Staatsexamen 1986 ist sie bis 1992 als Richterin tätig. Dann arbeitet Charlotte Thomas einige Jahre als selbstständige Rechtsanwältin. Seit 2005 widmet Charlotte Thomas sich ausschließlich dem Schreiben: Sie veröffentlicht Krimis, historische Romane, Beziehungskomödien, Jugendromane sowie Reiseliteratur unter ihrem bürgerlichen Namen und verschiedenen Pseudonymen.
Der erste Roman von Charlotte Thomas „Die Madonna von Murano“ erscheint im Jahr 2007 bei Bastei Lübbe und wird sofort zum Bestseller. Es folgen die historischen Romane „Die Lagune des Löwen“ (2008), „Die Liebenden von San Marco“ (2009) und „Der König der Komödianten“ (2010). Alle vier Romane spielen in der Lagunenstadt Venedig zur Zeit der Renaissance. Im Jahr 2011 erscheint von Charlotte Thomas wiederum ein historischer Roman: „Das Mädchen aus Mantua“ führt den Leser diesmal in die norditalienische Universitätsstadt Padua. Die Protagonistin Celestine hat sich in den Kopf gesetzt Medizin zu studieren und Ärztin zu werden – ein fast unmögliches Unterfangen im Italien des angehenden 17. Jahrhunderts. 2012 veröffentlicht Charlotte Thomas ihren neuen historischen Roman „Das Erbe der Braumeisterin“, in dessen Mittelpunkt eine selbstbewusste junge Braumeisterwitwe im mittelalterlichen Köln steht. Charlotte Thomas lebt mit ihren fünf Kindern am Rande der hessischen Rhön. Sie ist Mitglied im Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis und in der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautorinnen und -autoren.

Das Interview mit Charlotte Thomas

Charlotte Thomas interview

PagePlace: Wann und wie haben Sie entschlossen Ihren Beruf aufzugeben und Schriftstellerin zu werden?
Charlotte Thomas: Das war vor sechs Jahren. Bis dahin habe ich noch als Rechtsanwältin gearbeitet.

PagePlace: Wer ist Ihr Vorbild – beim Schreiben und im Leben?
Charlotte Thomas: Im Leben: meine Mutter. Sie ist immer fröhlich und guter Dinge, packt aktiv das Leben an und lässt sich von keinem Wehwehchen unterkriegen. Beim Schreiben habe ich viele Vorbilder – die Liste meiner Lieblingsautoren ist sehr lang!

PagePlace: Welche Bücher haben Sie in Ihrer Jugend beeindruckt?
Charlotte Thomas: Oh, ich habe als Kind alles verschlungen, was mir damals in die Hände fiel. Von Karl May bis Pucki war alles dabei. Ob die romantischen Liebesromane meiner Oma oder die Science Fiction meines Vaters - Hauptsache, es war immer Lesefutter da. Die Bücher in der öffentlichen Leihbücherei waren schnell ausgelesen, und zum Selberkaufen reichte oft mein Taschengeld nicht.

PagePlace: Was inspiriert Sie und woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher?
Charlotte Thomas: Ich lese viel, sehe viele Filme, schmökere in Zeitschriften und im Internet. Das Leben ist voller bunter Eindrücke und spannender Geschichten, ein wahrer Pool von Ideen, man muss nur hinsehen.

PagePlace: Wie recherchieren Sie Ihre Themen?
Charlotte Thomas: Für die historischen Romane fahre ich idealerweise zu den Schauplätzen des Geschehens und sehe sie mir an. Außerdem ist die Lektüre von Sachbüchern und Fachjournalen unerlässlich. Mittlerweile ist auch das Internet eine Quelle unzähliger interessanter Informationen, viele aufschlussreiche Publikationen sind bereits digitalisiert und dort abrufbar.

PagePlace: Wer bekommt Ihre Bücher als erstes zum Probelesen?
Charlotte Thomas: Meine Agentur und das Lektorat im Verlag.

PagePlace: Würden Sie den beruflichen Wechsel als den besten Schritt Ihres Lebens bezeichnen?
Charlotte Thomas: Er war sicherlich einer der guten, aber der beste Schritt war ohne Frage die Entscheidung, Mutter zu werden. Ein Leben ohne meine Kinder ist für mich nicht vorstellbar.

PagePlace: Finden Sie selbst Zeit zum Lesen? Falls ja, was lesen Sie am liebsten?
Charlotte Thomas: Querbeet alles, was gerade aktuell ist – Thriller und historische Romane, witzige Frauen- oder Jugendbücher, Sachbücher, gerne aber auch die eine oder andere Zeitschrift. Lesbares liegt immer in meiner unmittelbaren Reichweite.

PagePlace: Wie stellen Sie sich Ihren typischen Leser vor?

Charlotte Thomas: Den typischen Leser gibt es bei mir glaube ich nicht, weil ich Bücher in unterschiedlichen Genres schreibe. Charlotte Thomas ist z. B. ein Pseudonym für meine historischen Romane, während ich unter meinem bürgerlichen Namen Eva Völler Frauenkomödien und Jugendbücher verfasse. So vielfältig wie die jeweils behandelten Themen ist vermutlich auch der angesprochene Leserkreis, und deshalb hoffe ich, dass für jeden ein bisschen was dabei ist.

PagePlace: Haben Sie gelegentlich persönlichen Kontakt zu Ihren Lesern?
Charlotte Thomas: Ja, ich bekomme sehr viele nette Leserbriefe. Auch anlässlich der Buchmessen und auf Lesungen treffe ich mit Lesern zusammen, das sind für mich immer schöne Begegnungen.

PagePlace: Was ist Ihr größter Traum?
Charlotte Thomas: Das klingt jetzt sicher sehr banal, aber am meisten wünsche ich mir, irgendwann glückliche Oma zu werden.

PagePlace: Würden Sie sich selbst als phantasievoll beschreiben?
Charlotte Thomas: Ja, denn beim Handwerkskoffer von Autoren ist die Fantasie sozusagen der Generalschlüssel, ohne den man mit dem ganzen Werkzeug nichts anfangen kann.

PagePlace: Welche Eigenschaft wird Ihnen von Freunden und Bekannten als charakteristisch nachgesagt?
Charlotte Thomas: Tja, schwer zu sagen, dafür müsste ich vielleicht zuerst eine Umfrage starten. Ich glaube, allgemein gelte ich als fleißig und umgänglich. Hoffentlich. Über die negativen Eigenschaften denke ich lieber nicht nach, sondern stelle mir einfach vor, dass die schlimmste davon so was ist wie „könnte sich öfters melden“ oder „könnte sich mal die Haare anders machen lassen“.

PagePlace: Mit welchem Talent bzw. welcher Gabe wären Sie gerne auf die Welt gekommen?
Charlotte Thomas: Musikalität. Bei meiner Singstimme versiegt vor lauter Mitleid sogar die Dusche.

PagePlace: Kann man Schreiben lernen?
Charlotte Thomas: Kommt drauf an, was man schreiben will. Wenn es darum geht, einen Roman zu schreiben, braucht es nicht nur handwerkliches Rüstzeug, sondern auch eine entsprechende Mischung aus kreativer Inspiration und strenger Disziplin, zwei Eigenschaften, die man erst mal zusammenbringen muss, und das auch noch auf Dauer, also nicht bloß für eine Geschichte, sondern für möglichst viele. Man braucht einen sehr langen Atem und einen zähen Willen und null Illusionen. Und sollte trotzdem Spaß dran haben.

PagePlace: Welche Tipps würden Sie jungen Autoren mit auf den Weg geben?
Charlotte Thomas: Wenn sie es bis dahin noch nicht getan haben – lesen, lesen, lesen. So viele erfolgreiche Romane wie möglich. Sich anhand von Fachbüchern und Schreibratgebern über Erzähltechniken informieren. Sich mit allen erreichbaren Informationen aus der Branche vertraut machen. Sich mit einem voll entwickelten Stoff an eine gute Agentur wenden. Sich vor allen Verlagen hüten, die irgendwelche Kostenbeiträge für belletristische Veröffentlichungen verlangen. Sich in Geduld üben – und weiterschreiben, wenn es mit dem ersten Projekt nicht klappt. rarbeiten.

PagePlace: Wie sehen Sie die Zukunft des digitalen Lesens?
Charlotte Thomas: Sehr positiv. Ich glaube, im eBook haben wir einen stark wachsenden Markt, und dieser Boom wird in den kommenden Jahren sicher noch enorm zulegen.

PagePlace: Möchten Sie uns über Ihr nächstes Projekt erzählen?
Charlotte Thomas: Ich schreibe in den kommenden Monaten wieder einen heiteren Frauenroman.

PagePlace: Ihre Lebensweisheit….?
Charlotte Thomas: Es hätte auch schlimmer kommen können. (Und wenn es dann wirklich mal schlimmer kommt: Wer weiß, wofür es gut war.)

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